PHOTOGRAPHIE-SPANDAU * Malen mit Licht ! 

 

DIE NATUR DER HAVELAUEN 

 


Berlin-Spandau Havelblick

DIE HAVEL

Die Havel entspringt im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist einer der attraktivsten Flüsse Deutschlands. Mit den mehr als 50 Seen, die sie bildet oder durchfließt, bildet die Havel eine einzigartige Wasserlandschaft, die Wassersportlern zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Mit 334 km Länge ist die Havel der längste ostseitige Nebenfluss der Elbe. Sie durchfließt die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt und mündet an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachen-Anhalt, nahe der Hansestadt Havelberg, in die Elbe.  Etliche Seitenkanäle verkürzen den Wasserweg für die Binnenschifffahrt. Der Fluss wird seit 2009 durch den Havelradweg begleitet. Der Name der Havel (sorbisch Habola) soll noch aus der vorslawischen, germanischen Besiedlungsphase stammen und somit der ältesten Schicht von Territorialbezeichnungen auf dem Gebiet des Landes Brandenburg und der Stadt Berlin zugehören, abgeleitet vom germanischen Habula.

 Die Havel bei Berlin-Spandau

 

 

VIDEO: Für die Havel

Lasst die Havel leben - 1.100 Arten brauchen ihr Zuhause


14. August 2019 – Auszeichnung für engagierten Havelretter: 

Der NABU gratuliert Rocco Buchta zum Brandenburger Naturschutzpreis, den er am heutigen Mittwoch von Umweltminister Jörg Vogelsänger erhält. „Ohne Rocco Buchta wäre das größte Flussrenaturierungsprojekt Europas so nicht möglich gewesen“, lobt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die langjährige Arbeit des Projektleiters.

Miller hob in seiner Laudatio besonders den herausragenden persönlichen Einsatz Buchtas hervor, der sich bereits in der Planungsphase 2005 als damaliger Leiter des Naturparks Westhavelland freistellen ließ, um alle Beteiligten von der Projektidee zu überzeugen. Rocco ist Herz und Motor des Projekts – die Rettung der Havel ist sein Lebenswerk. Schon als kleiner Junge war es sein Traum, den begradigten, mit Deckwerk zugeschütteten Fluss wieder lebendig zu machen. Das hatte er seinem Opa versprochen. 
Buchta war es auch, der in den 1990er Jahre im Rahmen des Kampfes gegen den Havelausbau das Ziel formulierte, die Untere Havel als Bundeswasserstraße aufzugeben. Dies wurde mit der „Elbeerklärung“ des Bundesverkehrsministeriums und der Naturschutzverbände 1996 politisch festgeschrieben. Damit war die Voraussetzung für die groß angelegte Renaturierung der Havel geschaffen.

Wenn in einigen Jahren die Havel auf den gesamten geplanten 90 Kilometern wieder frei und natürlich fließt, haben wir das dem herausragenden Einsatz Rocco Buchtas für den Naturschutz zu verdanken.

 Die Havellandschaft - auch klein - ganz fein !

 

Die Untere Havelniederung ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Deutschlands. Mehr als 1.100 bedrohte und geschützte Tier- und Pflanzenarten leben hier. Der NABU will dieses Naturparadies retten: mit einem gigantischen Projekt zur Renaturierung des Flusses. Es ist das größte Projekt dieser Art in ganz Europa - in den kommenden Jahren sollen Biber, Seeadler und alle anderen Flussbewohner davon profitieren. Schaut selbst, wie beeindruckend vielfältig das Leben an der Havel ist. Das Video zeigt Fotos von typischen Arten, die hier vorkommen. Durch den Parallax-Effekt werden die Fotos zum Leben erweckt. Ihr könnt den Tieren und Pflanzen an der Havel helfen und diese einzigartige Flusslandschaft zu schützen. Mehr unter www.NABU.de/havel-pate.

Am Fluss liegen sowohl die Geburtsstätte Brandenburgs als auch das Weltkulturerbe der preußischen Schlösser und Gärten in Potsdam. Die Berliner Havelseen boten zur Zeit der deutschen Teilung den Westberlinern Erholungsmöglichkeiten. - Abermillionen Güter wurden über die Havel transportiert: vom Apfel aus Werder bis zum Ziegelstein aus Zehdenick. Berlin wurde so auch zu großen Teilen mit Gütern aus dem "Havel"-Kahn gebaut.  Die Havel ist auch eine Lebensader der Mark Brandenburg. Mit 334 Kilometer windet sie sich von ihrem Quellgebiet bei Ankershagen (Mecklenburg) bis zur Mündung in die Elbe bei Havelberg.  


MANDARINENTE - zugereist aus Asien und heimisch geworden, Berlin-Spandau Havel


Die Havel mal zum Erholen und Abschalten 


Wilde Blütenschönheit an der Havel Berlin-Spandau


Video NABU-TV

Die Havel: Ein Fluss wird wieder lebendig !

„Unser Havelprojekt wird die schlimmsten Wunden an Fluss und Landschaft heilen. Damit dieser kostbare Lebensraum auch für kommende Generationen erhalten bleibt.“
Rocco Buchta
Flussexperte des NABU und Leiter des Havel-Projekts

 

 

          Grünes Licht für die Untere Havel: Am 5. August 2009 startet der NABU mit der größten Flussrenaturierung Europas. Damaliger Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) geben in der Gemeinde Havelaue den Startschuss für die Umsetzungsphase des Großprojektes "Gewässerrandstreifenprojekt". Gemeinsam mit dem Bund sowie den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt will der NABU als Projektträger bis zum Jahr 2021 ein rund 9.000 Hektar großes Kerngebiet an der Unteren Havel naturnah gestalten. „Dies ist eine historische Chance zur Sicherung und ökologischen Aufwertung der Region mit beispielhaftem Charakter und ein wichtiger Schritt für mehr Arten- und Gewässerschutz", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Untere Havelniederung ist wichtiger Teil des Brandenburgischen Naturparks Westhavelland und des Biosphärenreservats Mittelelbe in Sachsen-Anhalt. Durch Flussausbaumaßnahmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte die Havel jedoch schwere ökologische Schäden erlitten, so dass heute die meisten der über 1.100 schützenswerten Arten vom Aussterben bedroht sind. Nun will der NABU dem Fluss verloren gegangene Naturräume für Tiere und Pflanzen zurückgeben. Es ist ein Projekt von internationaler Bedeutung, bei der Deutschland als ein gutes Beispiel für andere Regionen vorangeht. Auch für die regionale Entwicklung ist das Projekt ein Meilenstein. Beispielsweise ist die Havelrenaturierung der Hauptgrund, warum die Region den Zuschlag für die Bundesgartenschau 2015 erhalten hat.



 HAVELSCHWÄNE  - Familien mit Jungschwänen, Berlin-Spandau Havel


Der Spandauer Hafen - natürlich an der Havel.

Für die Schifffahrt wurde der Fluss "gezähmt", Schleusen und Wehre errichtet und sein Lauf begradigt. Überschwemmungswiesen wurden für die Landwirtschaft trockengelegt, die Mündung zur Hochwasserregulierung mit riesigen Wehren verstellt. Dennoch sind viele Havel-Landschaften mit wertvoller Flora und Fauna erhalten geblieben. An der Unteren Havel gibt es sogar ein großes Renaturierungsprojekt: So entstehen Paradiese für Naturliebhaber, Radfahrer und Wasserwanderer.




  KANADAGÄNSE Berlin-Spandau Havel


 Haubentaucher Berlin-Spandau Havel

Haubentaucher mit Kinderstube  Berlin-Spandau Havel

 


Stockentenpärchen Berlin-Spandau Havel


 GRAUREIHER  Havellandschaft Flora und Fauna


 

Fotos(C)Hartmut Ihlefeldt

Farbe ist zu Musik gewordenes Licht !

Johannes Itten

4. Dezember 2018 - Der NABU freut sich über Grünes Licht für die Fortsetzung von Europas größtem Flussrenaturierungsprojekt an der Unteren Havel:  Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte dem NABU einen Förderbescheid über 18 Millionen Euro. Die Finanzierung der Projektverlängerung bis 2025 durch den Bund ist damit gesichert. Die Untere Havel in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird gerade auf über 90 Kilometern Länge wieder zu einem lebendigen Fluss.

In den vergangen Jahren wurden im Projektgebiet Altarme angeschlossen, Auenwälder initialisiert und Steinschüttungen am Ufer entfernt. Röhrichte und Weidengebüsche können sich so wieder entwickeln. Sie bieten damit nicht nur zahlreichen Tieren einen Lebensraum, sondern filtern auch Flusswasser, was sich vorteilhaft auf die Wasserqualität auswirkt. Seit Beginn der konkreten Baumaßnahmen 2009 konnten insgesamt 14 Kilometer Uferdeckwerk zurückgebaut, 33 Flutrinnen und neun Altarme an den Fluss angeschlossen werden. Es wurden Uferverwallungen abgesenkt, damit sich natürlicher Auenwald entwickelt. Außerdem wurden 29 Hektar Auenwald gepflanzt und 735 Hektar Fläche für den Naturschutz gesichert.

Ein positiver Effekt auf die charakteristischen typischen Lebensgemeinschaften der Flussaue ist bereits jetzt zu beobachten. Ab dem kommenden Jahr werden weitere Ufer renaturiert, Flussarme und Flutrinnen wieder angebunden, und auch die ersten nicht mehr benötigten Deiche sollen zurückgebaut werden, um wertvolle Auenlebensräume für die Havel zurückzugewinnen.

Die Untere Havelniederung ist das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet des westlichen Mitteleuropa. Über 1.100 gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten bietet es ein Zuhause, unter anderem See- und Fischadler, Bekassine, Eisvogel und Wachtelkönig, ebenso Biber und Fischotter. Die seltenen Fischarten Rapfen, Schlammpeitzger und Flussneunauge sind ebenso nachweisbar, wie die Libellenart Asiatische Keiljungfer. Auch Sumpfdotterblume, Lungenenzian und Schwarze Segge finden an der Unteren Havelniederung einen Lebensraum. 

(Quelle: NABU)


Gepflegte Uferlandschaft

Wildwuchs am Havelufer naturbelassen - ein Paradies für die Tier - und Pflanzenwelt.


Bleßhuhnpärchen in der Brut, Havel Berlin-Spandau

Ringeltaube, Havel Berlin-Spandau



Amselweibchen Havel, Berlin-Spandau

Feldsperling an der Havel bei Berlin-Spandau

 

 Die Havel zum Entspannen - Gatow Dorf


Die Havel im Gegenlicht    Foto (C) Hartmut Ihlefeldt

 
 
 
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